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Hier informieren wir Sie regelmässig über Aktuelles und Interessantes aus der Zahnmedizin. Bitte, schauen Sie doch ab und an einmal rein.

Schwangere : auf Zahnpflege achten - Zahnbelag führt zu stark erhöhtem Risiko einer Frühgeburt

US-Wissenschaftler weisen darauf hin, dass in der Schwangerschaft auf eine optimale und regelmäßige Zahnpflege zu achten ist. Frauen mit starkem Zahnbelag gehen nämlich ein achtmal höheres Frühgeburtsrisiko ein. Hintergrund: In den Belägen treten Prostaglandine auf, die Wehen auslösen können und in der Gynäkologie gezielt eingesetzt werden um Geburten einzuleiten.

"Dritte" zwei Mal täglich reinigen - Ultraschallbad empfehlenswert

Zahnersatz sollte mindestens zwei Mal am Tag von Essensrückständen und Belägen gereinigt werden. Das rät der Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten (IME) in Solingen. Plaque und Bakterien könnten sonst eine Zahnfleischentzündung verursachen. Sie setzen sich hartnäckig an Brücken oder Kronen fest, um von dort aus auf das Zahnfleisch und die gesunden Zähne übergreifen. Damit Kronen aus Metall oder Keramik beim Putzen nicht verkratzen, empfiehlt der IME, mit weichen Borsten zu bürsten und auf Weißmacher-Pasten zu verzichten. Herausnehmbarer Zahnersatz sollte auf die gleiche Weise behandelt und anschließend in einem Bad mit Sprudeltabletten von Bakterien gereingt werden. Zur gelegentlichen gründlichen Reinigung der Prothese empfiehlt sich ein Ultraschallbad. (Ruhr-Nachrichten 02.10.02)

Säure schadet Zähnen - In Getränken

Gross-Gerau - Zu viel Säure in Getränken wie Fruchtsaft oder Limonade kann den Zähnen schaden. Bei häufigem Genuss von Durstlöschern mit einem pH-Wert kleiner als vier ließen sich deutliche Erosionen an den Zähnen feststellen, teilt die Informationsstelle für Kariesprophylaxe in Groß-Gerau mit. Die Säure weiche die Zahnoberfläche auf, und diese könne etwa beim Kauen abgeschmirgelt werden.  Auch extrem süße Flüssigkeiten greifen die Zähne an. Sie verursachen Beläge, in denen sich kariesauslösende Säuren bilden können. Mineralwasser, Kräutertees, Gemüsesäfte und Milch schonen dagegen den Zahnschmelz. Ein großer Schluck Milch nach einem Tee mit Zitrone kann nach Angaben der Zahnexperten sogar helfen, überschüssige Säure im Mund zu neutralisieren. (Ruhr-Nachrichten 27.06.02)

Schwangere: Karies der Mutter gefährdet auch die Milchzähne des Neugeborenen

Solingen - Schwangere Frauen sollten Experten zufolge besonders auf ihre Zähne achten und regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen, Die hormonellen Umstellungen während der Schwangerschaft begünstigten Entzündungen des Zahnfleisches, so der Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten (IME) in Solingen. Auch auf Karies sollten sich die werdenden Mütter untersuchen lassen. Sonst könnten sich die Karies verursachenden Bakterien später schnell auf das Neugeborene übertragen und schon die ersten Milchzähne gefährden. (Ruhr-Nachrichten 26.06.02)

Wie motiviert man Zahnputzmuffel ? - Abwechslung und gute Vorbilder

München - Sind kleine Kinder Zahnputzmuffel, kann Abwechslung helfen: Jeden Tag der Woche eine andersfarbige Zahnbürste benutzen zu dürfen, macht das Putzen leichter, so eine Eltern-Zeitschrift. Eine weitere Motivationshilfe seien spezielle Kinderzahnpasten, die etwa in Herzchenform oder mit Glitzerpartikeln aus der Tube kommen. Am wichtigsten seien jedoch die Eltern als Vorbild: Beobachtet das Kind die Eltern bei der Pflege ihrer Zähne, werde es das Putzen als etwas so normales ansehen wie essen und spielen und das Verhalten übernehmen. Geputzt werden müsse, sobald die ersten Milchzähne zu sehen sind. Im ersten Lebensjahr sollten Eltern einmal täglich die Zähne mit Wattestäbchen oder einem Mulltuch reinigen. (Ruhr-Nachrichten 04.06.2002)

Obst essen und Zähne putzen

Nicht sofort

Solingen - Nach dem Genuss von Obst oder Fruchtsäften sollten nicht gleich die Zähne geputzt werden. Der Zahnschmelz könnte durch die Säfte aufgeweicht und mit anschließendem Putzen noch weiter strapaziert werden, rät der Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten (IME) in Solingen. Besser sei es, nach dem Obstverzehr den Mund zunächst mit klarem Wasser auszuspülen und mit dem Zähneputzen noch eine Weile zu warten. (Ruhr-Nachrichten 04.06.2002)

Mundwasser nicht bei Entzündung

Solingen - Mundwässer können keine Zahnfleischentzündung heilen. Darauf weist der Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten (IME) in Solingen hin. Diese Mittel können lediglich die Symptome einer so genannten Parodontitis lindern und zur besseren Durchblutung des Zahnfleisches beitragen. Die die Entzündung auslösenden Bakterien könnte hingegen nur der Zahnarzt durch eine professionelle Reinigung beseitigen. Laut IME sollte eine Zahnfleischentzündung so früh wie möglich behandelt werden. Daher sei auch bei nur gelegentlich blutendem Zahnfleisch ein Zahnarztbesuch empfehlenswert. (Ruhr-Nachrichten, 16.04.2002)
 
 

Wußten Sie zum Beispiel,

 
- daß ca. 60% der inneren Erkrankungen auf Erkrankungen in der Mundhöhle zurückzuführen sind ?
- daß Herzinfarkt, Schlaganfall, Spontanaborte, Frühgeburten in erheblichem Maß auf Erkrankungen in der Mundhöhle zurückzuführen sind ?
- daß Karies und Parodontose bakterielle Infektionskrankheiten sind, die ansteckend sind ? Sie werden z.B. durch Küssen auf andere Menschen übertragen.
- daß sich in einem Kubikmillimeter Zahnbelag über 300 Millionen Bakterien befinden ? Das sind Lebewesen wie Du und ich. Auch die müssen aufs Klo und die pissen Ihre Zähne voll ! daß einer der stärksten Risikofaktoren für Parodontose das Rauchen ist ?
- daß durch die professionelle Zahnreinigung (PZR) ca. 40-90% der Karies und Parodontose vermieden werden ? Fragen Sie Ihren Zahnarzt.
- daß der regelmäßige Gebrauch von Zahnseide die Karies zwischen den Zähnen verhindert ?
- daß zuckerfreie Kaugummis wegen der Speichelstimulation gesund sind ? -aber nur als Ergänzung zum Zähneputzen daß Süßigkeiten mit dem "Zahnmännchen" keine Karies verursachen ?
- daß das derzeitige Sachleistungsprinzip "Alles für alle kostenlos" dem Patienten schadet ? Denn so kann nur das Billigste gemacht werden. Durch Kostenerstattung könnten Sie eine bessere Medizin erhalten.
- daß Butgetierung im Gesundheitswesen "Rationierung" auch Ihrer Gesundheit bedeutet ? Erst wenn viele Patienten unerträglich leiden müssen, reagiert die Politik mit neuer Regulierungswut.
- daß Behandlungen immer billiger und schneller erbracht werden müssen ? Der Patient darf nur nicht merken, wie schlecht er behandelt wird.
- daß Billigmedizin ebenso schädlich ist wie Billigfleisch ?
- daß der Patient auf Kassenkosten nur Anspruch auf "ausreichende" Leistungen hat ? Dies ist im Gesetzbuch so geregelt.
- daß sich viele Patienten auf eigene Kosten mehr leisten als die Krankenkasse bezahlt
- daß Sie deshalb erheblich mehr als früher zuzahlen müssen, weil die Krankenkassen nur noch halb so viel für Ihre Zähne übrig haben wie vor 20 Jahren ?
- daß Sie bei dringenden Reparaturen Ihrer Prothese - wenn die Krankenkasse nicht rechtzeitig den Reparaturantrag genehmigen kann - Anspruch auf Kostenerstattung haben (§30 Abs.3 SGB V) ? Sie bezahlen die Rechnung und die Krankenkasse erstattet Ihnen den Kassenanteil.
- daß das Bundesverfassungsgericht eine Klage der Zahnärzte wegen über 13-jähriger Nichtanpassung der Honorare nicht angenommen hat ? Begründung: "Gestaltungsspielräume" seien nicht ausgenutzt. Sollen die Zahnärzte mit ihren Patienten jetzt um das Honorar spielen ?
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